Pink Floyd - Their Mortal Remains im Dortmunder U am 24.11.2018

Ein paar Stunden mit Pink Floyd im Dortmunder U 

 

 

Es war der 24.11.2018, ich hatte irgendwann im Sommer gelesen das eine Pink Floyd Ausstellung im Dortmunder U geben soll. Ich habe die ganze Zeit überlegt, wann ich denn dort hinfahren würde. Mein Onkel erzählt mir von seinem Besuch der Ausstellung und wie es ihm Gefallen hat. Dadurch wurde ich noch mehr angefixt dort hinzufahren. Jetzt habe ich mir noch ein paar Interviews angeschaut und Informationen über die Ausstellung gelesen. Dann habe ich mir ganz kurzfristig die Karte gekauft und bin einfach hingefahren. Habe überlegt, wann ich am besten hinfahre, weil es ja samstags war, meine Wahl gegen 18 Uhr dort zu sein war genau richtig, ich hatte die ganze Ausstellung fast für mich alleine und konnte sie dadurch in Ruhe und ohne Hektik genießen und auf mich wirken lassen.

Zu der Ausstellung „The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains“:
Es gab dort 350 Exponate auf einer Ausstellungsfläche von 1000qm. Es wurden viele Musikinstrumente, persönliche Briefe oder auch Notizen von Nick Mason und Band ausgestellt. Man bekommt Interviews, Filmaufnahmen und Bühnenrequisiten zu sehen und zu hören. Was mich besonders interessiert hat, waren die fotografischen Ausstellungsstücke. Viele Aufnahmen von Vorbereitungen für ein Plattencover oder der Band beim Proben oder aus dem Backstage Bereich.

Auf der Hinfahrt habe ich mich schon riesig gefreut endlich alles von Pink Floyd in einer Ausstellung zu sehen. Ich habe meine Kamera eingepackt und habe ich mich auch vorher informiert ob fotografiert werden darf. Was ich nicht wusste, das dort sehr Streng mit Taschen und so etwas umgegangen wurde, die mussten eingeschlossen werden.
Vor dem Dortmunder U gab es einen Souvenir Shop den ich vor der Ausstellung noch aufgesucht habe, weil ich nicht wusste, wie lange dieser geöffnet hat. Dort habe ich mir eine paar Dinge als Erinnerung an diesem einmaligen Tag mitgenommen.
Der Eingang ist schon toll, ich kannte das Dortmunder U noch nicht und war erstaunt, wie riesig das Ding von Innen ist. Als ich dann meine Tasche eingeschlossen habe, machte ich mich auf den Weg mit dem Aufzug in die 6 Etage. Dort wurde man von einer netten Dame empfangen, die einem einen Kopfhörer mit Empfänger übergabt und viel Spaß wünschte.

 

Man geht dann durch eine Stahltüre und Zack ist man direkt voll in der Pink Floyd Welt angekommen. 

Ich bin damals als Kind mit meinem Onkel zu Hause groß geworden der mit seinem Kumpel zur damalige Zeit viel Pink Floyd gehört hat und dadurch bin ich sehr geprägt worden. Ich liebe die Musik dieser Band, weil sie so vielseitig und zugleich experimentell ist. Ich habe mich immer gefragt wie sie diese Mega Echos erzeugt haben und das Einspielen von Synthesizer Spuren wie z.B. im Album „The Dark Side of the Moon“ das Album, was wohl fast jeder in seiner Sammlung haben wird. War ja auch damals das meist verkaufte Album der Band.

Im ersten Teil der Ausstellung gab es ein Riesen Schwarz Weiß Bild von dem Tourvan der Band und einige künstlerische Bildgestaltungen zum Thema Pink Floyd, auch einen Brief von Syd Barretts an seine Freundin war zu sehen. Es war eine angenehme Stimmung zu spüren und über die Kopfhörer wurde Pink Floyd Musik eingespielt.

Im nächsten Raum waren ein paar Fotografien zu sehen, von Syd Barrett und ein paar Exponate in eine Art Schaufenster. Dort wurden unter anderem die Echoeffekte ausgestellt aus der damaligen Zeit und auch die Orgeln und Gitarren der ersten Zeit. Dort gab es auch zwei Monitore, wo Interviews gezeigt wurden und z.B, erklärt wurde, warum sie Pink Floyd heißen. Immer, wenn man mit dem Kopfhörer vor einem Monitor stand wurde die Musik ausgeblendet und das Interview war zu hören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wie kam die Band zu ihrem Namen, Barrett gab der Band damals den Namen „The Pink Floyd Sound“ dieser Name wurde abgeleitet von seinen zwei Lieblings Blues Musikern Pink Anderson und Floyd Council. Nachdem Bob Klose (Gründungsmitglied der Band und damaliger Gitarrist) die Band verließ, wurde der Name später auf Pink Floyd geändert.

Im Übergang zum nächsten Raum wo zu dem Album Umma Gumma und Mother Earth einige Erklärungen zu sehen waren, gab es auch zu dem bekannten Titel „Time“ ein Interview wo einem erklärt wurde wie das gemacht wurde das alle Uhren in dem Stück zur gleichen Zeit Läuten. Im Raum gab es ein paar Pink Floyd Konzert Plakate und Backstage Aufnahmen in Schwarz Weiß, die haben mir besonders gut gefallen. Haupt Thema dieses Raums war das Album „The Dark Side of the Moon“ dort wurde in einem Interview erklärt, wie es zu dem Erfolg dieses Albums kam und warum es so besonders für die Band war.

 

Ein paar Exponate waren auch wiederzusehen. Weiter ging es durch einen Gang, wo am Ende das Prisma des Albums zu sehen war, es wurde aus Bleiglas gemacht, wirklich eine tolle Arbeit. Was einem auffällt in den ersten Räumen, das alles Chronologisch aufgestellt ist, es wirkt aber nicht so als, wenn es abgehackt oder getrennt wirkt. Es ist quasi wie ein Flow und so fühlte ich mich auch in meinen Gedanken. Was immer mehr dazu führt das man mehr positive Spannung aufgebaut hat, was wohl im nächsten Raum sein wird.

Weiter ging es mit Musik auf den Ohren in das aller Heiligste der Ausstellung die Exponate der Band Pink Floyd mit den Gitarren von David Gilmour, das Schlagzeug von Nick Mason, die Synthesizer und verschiedenen Verstärker die benutzt wurden. Einfach nur toll anzuschauen und man konnte richtig sehen, wie abgegriffen die Gitarrenbünde waren, richtige Furchen.

An einer Wand gab es noch einige Comic Zeichnungen von Pink Floyd zu sehen und man konnte dort an zwei Mischpulten selbst Hand anlegen zum Titel „Money“ konnte man die Drums, Sax, Bass, Key Boards und Lead Vocals mischen und hören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ging es in einem Raum wo es um das Berühmte Cover von „Wish You Were Here“ ging. Dort gab es Dias zu sehen, wie dieses Coverbild entstanden ist, digitale Fotografie und Computer wie wir sie Heute kennen, gab es damals nicht. Also wurde einfach eine Stuntman angezündet und für einen kurzen Moment still gehalten, um das Coverbild zu fotografieren danach wurde mit einem Feuerlöscher die Person gelöscht. Auch der Mann ohne Gesicht auf der Rückseite des Albums wurde dort in Groß dargestellt und beschrieben. Also in der Ausstellung hat man viel zu lesen gehabt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es in einen Gang, wo das Thema Rock Pop Festival von Knebworth aufgegriffen wurde mit dem Motto „All roads lead to Knebworth“. Dort haben Pink Floyd am 05. Juli 1975 ein Open-Air-Konzert gegeben, dieses besuchten 120.000 Menschen. Die Bilder und Grafiken in diesem Gang zeigten Fahrradteile.

Im folgenden Link kann man über dieses berühmte Konzert von Pink Floyd noch einiges nachlesen.

 Link :  KNEBWORTH FESTIVAL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es mit dem wohl bekanntesten Senario der Geschichte von Pink Floyd, das fliegende Schwein. Wie kam es zu dem bekannten Cover vom Album „Animals“?

 

 

Das Foto auf dem Cover zeigte das „Kohlekraftwerks Battersea Power Station“ in London mit einem fliegendem Schwein zwischen den Schornsteinen. Dieses Schwein wurde von dünnen Kabeln gehalten, damit diese Kabel später auf der Fotografie nicht mehr zu sehen sein sollten. Da diese Kabel recht dünn waren, wurde extra ein Scharfschütze arrangiert, der im Fall des Losreißens des Schweins dieses dann vom Himmel holen

sollte. Das Shooting sollte wiederholt werden da es an dem Tag nicht düster genug für die Band war. Am zweiten Tag hat die Band auf den Scharfschützen verzichtet, weil er zu kostspielig war und wie es der Zufall so wollte hatte sich das Schwein los gerissen und stieg so hoch das der Flugverkehr von London Heathrow umgeleitet werden musste, um keine Unfälle zu provozieren. Letztlich stürzte das Schwein auf einer Weide ab und wurde für ein späteres Shooting nochmal repariert. Dazu kam es nicht und es wurde das Cover doch in einer Fotomontage erstellt.

Die Ausstellung bis dahin ist schon sehr eindrucksvoll gewesen und hat einen von Raum zu Raum immer mehr abgeholt und noch mehr in das Thema Pink Floyd katapultiert. In den Themenbereich von „The Wall“ angekommen, hat es mich umgehauen. Ein riesiger Raum der eine gigantisch große Mauer zeigte und über diese stand die bekannte Lehrerfigur.

 

Diese Halle zeigte einige Original Exponate aus den Konzerten und thematisierte den Erschaffenszyklus des Albums, was Roger Waters erschaffen hat. In diesem Album ging es darum das Isolationsgefühl gegen über seinem Publikum und die Barrieren die zwischen den Menschen potenziell vorhanden sind.

 

Zugleich verarbeitete er mit diesem Album den Verlust seines Vaters, der im 2. Weltkrieg gefallen war.

Unter anderem gab es in einer Nische der Mauer einen alten Fernseher der das Video „The Wall“ zeigte und an der Wand waren auch einige künstlerische Malereien angebracht.

 

 

 

Der nächste Raum zeigte einige Fotografien und Video Beiträge und interessante Kunst Installationen zu den Alben „A Momentary Lapse of Reason 1987“ und „Delicate Sound of Thunder 1988“. Es wurden in dem Raum Thematisch von den Alben Cover die Installation gesetzt. Betten hingen an der Wand und mitten im Raum stand ein Bett wo Glühbirnen angebracht waren und Puppen saßen auf diesem in andenklicher Pose. Auch wurde in einer Ecke die Runde Leinwand mit den vielen Scheinwerfern rundherum vom Konzert zu „A Momentary Lapse of Reason“ in klein nachgestellt und ein Video von Pink Floyd wurde gezeigt. Sehr schon inszeniert.

 

Weiter ging es durch einen schmalen Gang wo man von den Kopffiguren zum Album „The Division Bell 1994“ begrüßt wurde. Diese Figuren wirkten immer auf mich als würden sie etwas sagen wollen und doch wirkten sie sehr kalt und unnahbar. Auch wurde in diesem Gang das Doppel Album „PULSE“ was 1995 nach der Tournee „The Division Bell“ entstanden ist, Informationen gegeben so brauchte Pink Floyd damals für die Tour PULSE 2 ganze Jumbo Jets, um ihr Tour Equipment zu transportieren. 

Als ich mir so die Ausstellungsstücke anschaute, hörte man Musik diesmal nicht über die Kopfhörer, die man die ganze Zeit auf den Ohren hatte, um an den einzelnen Stationen Informationen und die passende Musik zu den Themenbereichen zu hören. Sondern Richtig laut und aus dem nächsten Raum in der Ausstellung, wo ein Konzert von Pink Floyd in Quadrofonie wiedergegeben wurde, das war zum Abschluss der Ausstellung ein schöner Schluss.Ich habe viel Neues über die Geschichte von Pink Floyd erfahren können und die Technischen fortschritte erleben dürfen. Für mich eine absolute Bereicherung meiner Musikliebhaberei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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