Meine Motorradtour zu den Alpen 2016

Hallo Leute,

 

danke das ihr Mal wieder auf meinem Block vorbei schaut :-) Ich habe es endlich geschafft, meine Bilder von der Motorradtour im Sommer 2016, in ein Video zu verpacken. Ich hoffe es gefällt euch und ihr könnt mir gerne Feedbacks hinterlassen auf Facebook.

 

Zu der Tour gibt es eine Vorgeschichte, ich bin damals mit meinen Eltern öfters nach Südtirol Italien in Sommerurlaub gefahren. Seit meiner Jugend bin ich mit dem Motorrad Virus infiziert und bis heute bin ich ihn nicht mehr los geworden, zum Glück. Damals, da war ich so 14 - 15 Jahre alt, da habe ich zu meinen Eltern gesagt, irgendwann werden ich diese schönen Berge mit meinem Motorrad befahren. Gut ich wusste nicht, wann es so weit ist, aber ich habe diesen Traum bis Heute fest in meinem Herzen gehabt. Dass ich erst fast 40 werden muss, bis ich dass erleben durfte, hätte ich auch nicht gedacht, nun gut. Meine Frau sagte mir Anfang 2016, dass sie im Sommer in Mutter Kind Kur fahren würde und zack da war die Idee geboren. Wenn meine Frau doch eh mit den Kindern im Allgäu ist, dann könnte ich mich ja aufs Moppet schwingen und dort hin nachreisen. Die Idee standfest und es ging an die Planung. Meine Tour dort hin sollte durch schöne Landschaften führen und möglichst keine Autobahnen, die Planung habe ich mit dem Programm "Tyre" erstellt, um es später in Etappen in mein Navi fürs Motorrad zu laden. Es wurden Stopps eingeplant und eine Übernachtung in Heidelberg, weil ich dort noch nicht war und es genau auf der Hälfte der Strecke lag. Zu der Streckenplanung kam noch, das Motorrad fit für die Tour zu machen. Meine Reifen waren runter, also mussten ein paar neue Gummis her, ich hatte mich diesmal für Michelin Pilot Road 2 entschieden, da ich Reifen wollte die auch bei Nässe sehr gut haften, was ich aber nicht unbedingt ausprobieren wollte.

Es wurde eine kleine Kamera gekauft, nur für diese Tour, eine Fuji X10 sehr kompakt, super Bildsensor und robust. Dann brauchte ich noch eine Packtasche, wo das Nötigste rein ging, aber es sollte keine Gepäckrolle werden, die finde ich nicht so toll. Ach ja, ein Navi von Garmin wurde auch noch besorgt, habe ich total günstig neu geschossen. Jetzt war alles vorbereitet und ich habe mich daran gemacht die Tasche mal Probe zu packen, das hat wunderbar funktioniert und ich brauchte mir da keine Gedanken mehr zu machen. Leider musste ich kurz vor Antritt der Tour noch feststellen, dass meine Hose kaputt war und ich kein vernünftiges Schuhwerk für die Tour hatte. Also mal flott zum Polo Store und eine neue Hose gekauft und Stiefel bei Louis. So dachte ich mir, alles parat, jetzt kann es losgehen. 2 Wochen bevor ich los fahren wollte, ist dann noch meine Batterie gefräkt da musste ich also auch noch eine neue haben.

 

Jetzt war aber alles bereit, nebenbei noch erwähnenswert, ich brauchte mir keine Gedanken um die Kettenschmierung zu machen, da ich ein Scottoiler verbaut habe. In diesen Vorratsbehälter passen 100ml Oil damit bin ich 1200 km gefahren, bis es fast leer war. Der Tag kam, ich war total aufgeregt und konnte es nicht fassen, dass ich gleich auf dem Weg in den Süden bin, ganz alleine wohl gemerkt. Es ging los, erst mal auf die A61 gen Süden dann Boppard runter und weiter am Rhein entlang bis Bingen am Rhein und von dort über Land Richtung Heidelberg.

An diesem Tag waren es 32°C, zum Motorrad fahren eigentlich viel zu warm. In Heidelberg angekommen habe ich 1 Stunde vorher telefonisch ganz kurzfristig, bei einer Butterbrotpause, ein Hotelzimmer parat gemacht. 

 

Dieses lag in der Nähe der Innenstadt, so musste ich beim Abendspatziergang nicht weit laufen. In einer schönen Studentenkneipe direkt am Neckar, was gespachtelt und dann wieder aufen weg ins Hotel, ich war nach 394km und 6 Stunden fahrt ziemlich fertig. Am nächsten Tag habe ich im Hotel, erst mal sau gut gefrühstückt und meine Klamotten zusammengepackt. Was ich nicht wusste, dass es an dem Tag 36°C wurde. Ich bin förmlich in den Klamotten geschmolzen, ich habe an dem Tag, bis ich im Allgäu ankam, 4 Liter Wasser weggetrunken, was für mich eigentlich nicht typisch ist. So ein paar Stunden noch aushalten und dann war ich endlich da, mich überfuhr ein Glücksgefühl, als ich die Berge am Horizont sehen konnte und dann war für mich klar, ich habe es geschafft. Meine Kinder wussten nicht das ich mit dem Motorrad nachkommen würde. Ich habe meine Frau angerufen und ihr gesagt, dass ich in 10 min da bin und sie mit den Kids nach draußen kommen kann, als sie das Motorrad hörten und dann sahen, das es wirklich meins war, strahlten die Kinderaugen und es war ein toller Moment für mich und meine Frau war froh das ich heil angekommen bin.

 

Ich hatte jetzt für die nächsten Tage einige Touren geplant 1. Tour zum Plansee (Österreich) und wieder zurück, 2. Über das Timmerlsjoch nach Südtirol Meran, um dort zu übernachten und dann am folgenden Tag am Lago di Resia (Das ist der See, wo der Kirchturm raus schaut) vorbei wieder zurückzufahren, 3. Sollte durch das Lechtal gehen. Erste Tour habe ich direkt am 2 Tage gemacht, war eine sehr schöne Tour kurz aber super. Tolle Berge, super Farben einfach nur gigantisch, die 2. Tour sollte eine Tagestour werden, über die Fernstraßen Richtung Ötztal und dann rauf aufs Timmerlsjoch, aber erst mal musste ich eine Maut Plakette gekauft. Fernstraßen waren jetzt nicht so der Brüller, aber man kam schnell voran. Das Ötztal ist sehr schön von der Landschaft und man hat wirklich immer rechts so wie links Berge, Berge und noch mal Berge. Nachdem ich das Ötztal durchfahren habe und in Sölden ankam, war es nicht mehr weit bis zur Mautstation Timmelsjoch. Die Fahrt dort hoch war ok und auch nicht so schwierig, an der Mautstation sagte ich zu dem Kassierer ach, das Wetter ist aber super hier oben, darauf meinte er, ja stimmt, aber das geht hier oben ganz schnell, das sich das wieder ändert. 

 

Ich als nicht Berg erprobter Motorradfahrer habe das ja nicht so für wahre Münze genommen. Dieses sollte ich eines Besseren belehrt werden, leider! Am Timmelsjoch auf 2509m angekommen habe ich mir gedacht, verdammt noch mal ist das eine geile Aussicht, man konnte so weit schauen und man kam sich dort oben so klein vor. Der Pass runter nach Meran hatte es in sich, so schwer hatte ich mir es nicht vorgestellt. Die engen Kurven, zum Teil ohne Randbegrenzung machten mir etwas Angst. Sehr steil ging es rechts von mir in die Tiefe, auf der fahrt nach unten, konnte man so viele schöne Dinge sehen, am liebsten hätte ich die ganze Fahrt über nur Fotos gemacht. Nach vielen Kurven und Tunneln musste ich eine kleine Pause machen. Da sah ich das Unheil auf mich zu kommen, es wurde so schnell Dunkel, das habe ich so noch nie erlebt. Wie schnell sich das Wetter geändert hat, unglaublich. Gut hab ich mir gedacht, fährst lieber wieder nach oben und wieder runter ins Ötztal. Im Nachhinein hätte ich besser unten gewartet, bis das Wetter vorbei gezogen wäre, und wäre dann wieder hochgefahren. Fast oben angekommen, wo es natürlich keine Bäume oder sonst irgendwelche Unterstellmöglichkeiten gibt, kam so viel Wasser runter, gefühlt 100l/qm die Straßen waren so nicht mehr zu erkennen, aber ich musste ja wieder runter zur Maut Station also im Schneckentempo die Straße runter. An der Maut Station erst mal kurz pausiert, um zu checken, ob die Klamotten es durchgehalten haben, leider habe sie es nicht und ich war komplett durchnässt. Was dazu führte, dass ich während der Abfahrt anfing zu frieren, wegen der Verdunstungskälte. Zu guter Letzt habe ich auf der Fernstraße kurz vor der Grenze zu Bayern mit Blitzen Bekanntschaft gemacht, die rechts von mir in den Bergen einschlugen, da ich nicht fahrender Blitzableiter spielen wollte, habe ich mir schnell eine Tankstelle mit Dach gesucht. Dort erst mal einen Kaffee getrunken und meine Frau informiert, dass ich noch lebe. Es war echt riskant, was ich da veranstaltet habe, also liebe Kinder nicht nachmachen. Naja ich will es mal so sagen die Tour war trotzdem ein Erfolg und die Klamotten haben 3 Tage gebraucht um zu trockenen. Die 3. Tour war besser vom Wetter und das Lechtal kann ich sehr empfehlen, wunderschöne Almen und tolle Täler mit schönen Wasserfällen. Den Rest der Tage habe ich mit den Kids und meiner Frau verbracht, wir waren bei Fendt im Werk und habe dort die Traktoren uns angeschaut und waren noch in der Breitachklamm kann ich auch sehr empfehlen, mit Kindern echt toll und nicht schwer zu begehen. Die Rückfahrt nach Hause war totaler Mist, das schlechte Wetter zog Richtung Norden und ich musste schauen, dass ich so schnell wie möglich aus dem Süden wegkomme. So bin ich viel Autobahn gefahren, eigentlich wollte ich in der Nähe von Saarbrücken übernachten aber da ich auf die schnelle kein Hotel gefunden habe, weil wohl Stadtfest war, bin ich die restlichen 200km auch noch gefahren. Somit war ich 12 Stunden unterwegs für 780km. Das war meine Motorradtour 2016. Ich hoffe, euch hat die kleine Story über meine Tour 2016 gefallen.

 

 

 

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