Eine total analoge Kamera die Zeiss Ikon Contessa LBE BJ: 1965

 

 

Nun wird sich jeder die Frage stellen: Wie kommt man an so etwas dran? Warum will man so etwas besitzen? Wieso macht man sich die Arbeit und macht Fotos mit so einem alten Plunder? Ja wie bin ich eigentlich daran gekommen, eigentlich so wie immer, per Zufall. Ein Arbeitskollege meiner Frau hat gesagt das er noch ein altes Tonbandgerät und eine alte Kamera hat. Ich hab mir die beiden Geräte kommen lassen begutachtet und ich musste sie haben. Ja!!!! Ich bin auch sehr der analogen Musik verfallen aber das ist ein anderes Thema. Warum will man so was besitzen, nun es ist eigentlich so, wie bei Leuten die Sportwagen sammeln oder Eisenbahnen oder Schokoriegel ;-) man kann so was nicht erklären das ist etwas, was einen magisch festhält und nicht mehr loslässt. Es ist eben ein Hobby, wo man(n) mit Herz dran hängt. Warum macht man sich die Arbeit damit Fotos zu machen, ganz einfach der Reiz daran es auch mal anders zu probieren und zu schauen, wie man so im Jahr 1964 - 1966 fotografiert hat. Also ich kann nur sagen, dass man viel Zeit braucht, um ein Foto zu machen, wegen der ganzen manuellen Einstellungen und man überlegt etwas genauer was man fotografieren will, weil man ja nur 36 Bilder zur Verfügung hat. Ich habe mir mal die arbeite gemacht und hab mich mit dieser Kamera ausgiebig beschäftigt, wenn man sich ein wenig mit dem Fotografieren auskennt, erklärt sich diese Kamera von ganz alleine. Sie hat alles, was eine Kamera braucht, ein super Glas vorne dran, man kann die Blende vorwählen und die Verschlusszeit einstellen. Für die richtige Belichtung stellt man den ISO- Wert des Kleinbildfilms ein und es gibt auf der oberen Seite ein kleines Fenster, der Belichtungsmesser, wo ein Zeiger, rauf und runter pendelt, je nachdem ob zu viel oder zu wenig Licht, für die Verschlusszeit/Blenden Einstellung, vorhanden ist. Einen Bildzähler gibt es auch und es gibt auch einen mechanischen Zeitauslöser. Alle diese Funktionen sind alle am Objektiv einzustellen und alles funktioniert ohne eine Energiequelle.

 

 

 

 

Ich habe mir tatsächlich letztens die Arbeit gemacht und damit Fotos erstellt. Meine Frau hatte noch einen ISO 200 36´er Kleinbildfilm rumliegen. Klappe auf Film rein und los ging es, die Tatsache das wirklich keine elektronischen Hilfsmittel gibt, bis auf den Lichtmesser, reduzierte das Fotografieren aufs Wesendliche. Der Lichtmesser ist eine Selenzelle, die bei mehr oder weniger Lichteinfall, viel oder wenig Spannung erzeugt die dafür sorgt, dass der Zeiger sich bewegt. Ansonsten ist alles mechanisch, da ich aber viel manuell auf der Digitalkamera fotografiere, konnte ich ansatzweise die passende Blende und Verschlusszeit einstellen. Um das Objekt was man ablichten will scharf zu stellen dreht man nicht an dem Objektiv nein, man schätzt ungefähr, wie weit es weg ist, und stellt dann den passenden Abstand ein. Nur noch auf den Auslöser drücken und danach die Ratsche benutzen um das nächste Bild auf Zelluloids zu bannen. Ich habe mal ein paar Bilder eingescannt siehe unten.

 

 

 

 

 

 

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